Montagspalaver 31. 10. 2016

Thema: WUT

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Wie mit der eigenen Wut umgehen angesichts der politischen Geschehnisse in der Welt, der Ungerechtigkeiten und Unmenschlichkeiten. Diese Frage stellte ein Teilnehmer in die Runde. Das Phänomen kannten wir alle: zu viel Wut, die raus muss; zu wenig Wut, weil abgestumpft. Wir überlegten uns: Antennen einfahren, um sich zu schützen? Die Kraft der Wut nutzen und sie in konstruktive Handlungen fliessen lassen? Sich im Sport abreagieren, um keinen Schaden zu nehmen? Ist Wut überhaupt etwas Schlechtes? Können Emotionen überhaupt per se schlecht sein? Sind sie nicht alle wichtige Botschafter? Ist man aus ethischen Gründen zu Wut und damit zum Handeln verpflichtet? Und was, wenn wir die Wut einfach mal rausliessen – laut und heftig? Was bringt es wem? Wir fanden einige Antworten, stellten kühne Hypothesen auf, aber hatten auch neue Fragen.

Wut und persönliche Verletzung war ein nächstes Thema – Wut zum Beispiel am Arbeitsplatz. Wut, wenn man persönlich angegriffen wird; wenn man ausgeliefert ist und ohn-mächtig. Wir berieten uns bezüglich konkreter Fälle, und der Vergleich mit Situationen aus dem Alltag der Anwesenden war hilfreich.

Zuhören, vergleichen, in die Tiefe gehen ohne Anspruch auf Lösungen, laut nachdenken ohne Kritik, sich gegenseitig beim Formulieren und Denken unterstützen – ohne sich zu kennen: das war das erste Montagspalaver.

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